Nicht möglichst schnell Kandidaten präsentieren, sondern besten Bürgermeister finden

Nicht möglichst schnell Kandidaten präsentieren, sondern besten Bürgermeister finden

Arnsberg. Am Mittwochabend tagten die Mitglieder des CDU-Stadtverbandsvorstandes und der CDU-Fraktion zur bevorstehenden Bürgermeisterwahl. Nachdem sowohl die Stadtverwaltung als auch die Kommunalaufsicht rechtliche Bedenken zu einer Zusammenlegung von Bundestags- und Bürgermeisterwahl in Arnsberg äußerten, sprachen sich die CDU-Gremien einstimmig für die Empfehlung eines Wahltermins im Februar aus. „Es geht um Arnsberg. Und es geht nicht darum, möglichst schnell eine Kandidatin oder einen Kandidaten zu präsentieren, sondern es geht darum, die beste Bürgermeisterin bzw. den besten Bürgermeister für Arnsberg zu finden“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Klaus Kaiser.

Unter langanhaltendem Applaus begrüßten am Mittwochabend Vorsitzender Klaus Büenfeld und Fraktionsvorsitzender Klaus Kaiser Arnsbergs Bürgermeister Hans-Josef Vogel in einer gemeinsamen Sitzung der CDU-Gremien im Rodelhaus. „Die Nachricht, dass Du neuer Regierungspräsident in Arnsberg wirst, war uns eine große Freude“, richtete Klaus Kaiser, jüngst zum parlamentarischen Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft berufen, seine Begrüßung an den Bürgermeister. Die Berufung Vogels durch den Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen zum 1. September sei Anerkennung für all das, was die CDU in Arnsberg und in der Region in den vergangenen Jahren geleistet hat. Und es sei vor allem auch ein Zeichen und eine Wertschätzung der neuen Landesregierung gegenüber dem ländlichen Raum. Noch niemals war ein Südwestfale Regierungspräsident in Arnsberg.

Auch Vogel selbst sprach von „Freude“ über die Berufung. Er bringe viele Ideen mit, um Verwaltung schneller, effizienter und besser zu machen, insbesondere vor dem Hintergrund der Digitalisierung.

Da sowohl Stadtverwaltung als auch Kommunalaufsicht bereits im Vorfeld der Sitzung rechtliche Bedenken äußerten, die Wahl des neuen Arnsberger Bürgermeisters mit der Bundestagswahl zusammenzulegen, sprachen sich die Gremien der CDU einstimmig für einen Wahltermin im Februar aus. „Arnsberg braucht einen guten Bürgermeister – oder eine gute Bürgermeisterin“, so Klaus Büenfeld. Politik könne sich nun die Zeit nehmen, die es für eine Suche benötige.

Die Suche in der CDU beginnt ab sofort. Stadtverbandsvorstand und Fraktion beriefen in ihrer gemeinsamen Sitzung eine Findungskommission ein, die nun ihre Arbeit aufnimmt und den Auftrag hat, Vorstand und Mitgliederversammlung eine oder mehrere geeignete Kandidatinnen bzw. Kandidaten vorzuschlagen.