CDU Hüsten informierte Bürger über Dichtheitsprüfung
Dienstag, den 08. Februar 2011 um 12:31 Uhr
Auf große Resonanz stieß am Mittwoch die Veranstaltung der CDU Hüsten zur Dichtheitsprüfung von Abwasserleitungen. Über 100 Bürger kamen im Petrushaus zusammen, um sich von Horst Meier, Leiter der Abteilung Stadtentwässerung der Stadtwerke Arnsberg, über das Thema informieren zu lassen. Nach einer Vorgabe des Gesetzgebers müssen Grundstückseigentümer spätestens bis zum 31. Dezember 2015 die Abwasserleitungen auf ihrem Grundstück auf Dichtheit untersuchen und im Schadensfall sanieren lassen. Zu diesen Entwässerungsleitungen zählen der Bereich zwischen Haus und Grundstücksgrenze sowie sämtliche Leitungen, die entlang der Hauskanten oder unter der Kellerbodenplatte unterirdisch verlegt worden sind. Leitungen, die nur Regenwasser führen, müssen nicht untersucht werden.
Horst Meier machte anhand von Fotos und einem Film deutlich, worauf es bei der Dichtheitsprüfung ankommt.
Das gesamte schmutzwasserführende Leitungsnetz wird zunächst mit einer Spezialkamera durchfahren und auf Schäden untersucht. Dann wird das gesamte private Kanalnetz einer Druckprüfung mit Luft oder Wasser unterzogen. Abschließend werden die Ergebnisse ausgewertet und dokumentiert. Das Prüfprotokoll über die erfolgreiche Dichtheitsprüfung dient als Nachweis und muss gegebenenfalls den Stadtwerken Arnsberg vorgelegt werden.
Meier empfahl den anwesenden Zuhörern, vor Durchführung von möglichen Reparaturen sich an einen Sachverständigen zu wenden. Nur durch eine unabhängige Betreuung der Arbeiten könne eine technisch einwandfreie und wirtschaftlich vertretbare Lösung erzielt werden. „Leider sind so genannte Kanalhaie unterwegs, die den Bürgern zwar eine günstige Kanalinspektion anbieten, dann aber bei den Kosten für die Sanierung zuschlagen.“ Horst Meier warnte die Versammlungsteilnehmer davor, an der Haustür solche Verträge abzuschließen. Statt dessen sollten die Bürger bei Fachfirmen mehrere Angebote einholen und diese miteinander vergleichen. Deutliche Kostenreduzierungen seien zu erwarten, wenn sich mehrere Nachbarn zusammentun und die erforderlichen Arbeiten gemeinsam durchführen lassen würden. Allein bei An- und Abfahrtskosten der unterschiedlichen Dienstleister seien Einsparungen in Höhe von mehreren 100 Euro pro Grundstück möglich.

